Opel Oldtimer

Daten der Opel Group GmbH

Rechtsform: Aktiengesellschaft GmbH

Gründung: 21.01.1862

Sitz: Rüsselsheim, Deutschland

Mitarbeiter: 34.500 (Stand Dezember 2014)

Webseite: http://www.opel.de

Adam Opel gründete im Jahre 1862 eine Firma, die Nähmaschinen herstellte. Vorher hatten ihn seine Wanderjahre nach der Schlosserlehre im väterlichen Betrieb nach Frankreich geführt, wo er bei verschiedenen Herstellern in der Nähmaschinen-Branche Erfahrungen sammelte. Schnell stellt sich bei Opel der wirtschaftliche Erfolg ein, zumal seine Firma es verstand, individuelle Kundenwünsche zu berücksichtigen und Spezialmaschinen für Sonderanfertigungen baute.  Schon 1868 war Adam Opel der größte Nähmaschinenfabrikant in Deutschland.

1886 verließ das erste „Velociped“, wie man Fahrräder damals nannte, die Fabrikhallen. Adam Opels Söhne hatten ihren Vater für das neue Produkt interessiert. Die zeitgenössische Begeisterung für den Radsport, an dem sich auch die Söhne Opels mit viel Erfolg beteiligten, trug natürlich zum ständigen Anstieg der Bestellungen bei. Ende des 19. Jahrhunderts  war Opel zum führenden deutschen Fahrradhersteller und in den folgenden Jahrzehnten zum weltweit größten Produzenten aufgestiegen.

Als Adam Opel 1895 starb, übernahm sein Frau Sophie mit den Söhnen Carl und Wilhelm die Geschäfte.  Eine große industrielle Krise, die „Große Depression“  traf auch dieses Unternehmen. So musste man sich nach neuen Produkten umsehen und verlegte sich auf das  Automobil. Der Einstieg gelang 1899 mit der Übernahme der Herstellers Lutzmann, dessen Fabrik in Dessau man komplett kaufte und nach Rüsselsheim verlegte. Das erste von Opel produzierte Automobil war der Opel Patentmotorwagen System Lutzmann. Bis 1901 verließen 65 Exemplare die Werkshallen, dann stellte man die Produktion ein, da die Konstruktion veraltet war.

Mittlerweile wurden Fahrzeuge nachgefragt, die sich in ihrem Aussehen deutlich von den Kutschen unterschieden. So baute Opel ab 1902 seine selbst konstruierten Karosserien auf die Fahrgestelle des französischen Herstellers Darracq und vertrieb die Fahrzeuge unter dem Namen Opel-Darracq.

Noch im Herbst des gleichen Jahres kommt die erste Opel-Eigenkonstruktion, das Modell 10/12 PS mit einem neu entwickelten Zweizylinder-Motor auf den Markt.

Ein Meilenstein in der  Entwicklung des Automobils war der von Opel produzierte „Doktorwagen“.

Ab 1909 auf dem Markt, war dieser Opel 4/8 PS, wie er offiziell hieß, ein kleiner, wendiger Zweisitzer, speziell für den Mittelstand entwickelt. Das Auto war sehr beliebt, u.a.  bei Ärzten, weil man damit ohne Chauffeur schnell zu seinen Patienten gelangen konnte.

Nach einem Großbrand im Jahre 1911, der weite Teile der Rüsselsheimer Fabrik vernichtete, stellt Opel mit der unglaublichen Stückzahl von 1.000.000 hergestellten Exemplaren die Produktion von Nähmaschinen ein.

Seit Autos gebaut werden, gibt es auch den automobilen Rennsport. Wie jeder Hersteller nutzt auch Opel diese Plattform zur Leistungsschau.  1914, kurz vor Ausbruch des 1. Weltkrieges entsteht ein Rennwagen mit dem hubraumstärksten Motor, der je in Rüsselsheim gebaut wurde: 12,3 Liter und eines der ersten Aggregate mit Vierventil-Technik. Inzwischen war Opel zum größten deutschen Autobauer geworden. Dazu trug auch das populäre Modell 5/14 PS, im Volksmund „Puppchen“ genannt, bei. In den Kriegsjahren stellt man Dreitonner-Lastwagen für die Armee her.

 

Impressionen

Opel Darracq

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By János Tamás (originally posted to Flickr as 1902 Opel Darracq) [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons

Opel Patentmotorwagen „System Lutzmann“

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Von Späth Chr. - Photographed by Späth Chr., Gemeinfrei, Link

Opel Olympia Rekord

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von Charles01 (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Im Jahre 1924 war es wieder Opel, der einen weiteren Meilenstein in der deutschen Automobil-Produktion setzte:  Als erster deutscher Hersteller setzte man in Rüsselsheim die Fließband-Produktion ein. So wurde schneller und kostengünstiger produziert und breitere Bevölkerungsschichten profitierten davon. Das erfolgreichste Modell war der Opel 4 PS mit dem Beinamen „Laubfrosch“, so genannt, weil er klein war und nur in der Farbe Grün zu kaufen war. Durch die Fließband-Produktion sinkt der Verkaufspreis für dieses Auto von ursprünglich 4.500 RM auf 1.990 RM.

Nachdem Opel Ende 1928 von einer Kommanditgesellschaft in eine Aktiengesellschaft umgewandelt wurde, übernahm der amerikanische Automobil-Hersteller General Motors (GM) am 17. März 1929 80 Prozent der Unternehmensanteile und bis 1931 das Unternehmen vollständig.  Die Gebrüder Opel konnten jedoch durchsetzen, dass  der Namen Opel erhalten blieb und man weiterhin eine eigenständige Modellpolitik betreiben konnte.

Das erste deutsche Großserienfahrzeug mit einer selbsttragenden Ganzstahlkarosserie ist der Opel Olympia, der 1935 auf den Markt kommt. Außerdem läuft auch der preiswerte Kompaktwagen P4 vom Band und in Brandenburg wird das Lastwagen-Werk offiziell eröffnet. So erreicht Opel eine Jahresproduktion von 100.000 Fahrzeugen.

Der 2. Weltkrieg bringt einschneidende Veränderungen: Ab 1940 dürfen bei Opel keine zivilen PKW mehr hergestellt werden. Für die Wehrmacht werden nun Rüstungsgüter produziert wie der Dreitonner- LKW vom Typ Blitz „S“ (S = Standard), Motoren und Teile für die Luftwaffe und Torpedos für die Marine. 1944 wird das Werk in Rüsselsheim zu 50 % und das Werk in Brandenburg nahezu komplett durch Luftangriffe zerstört. Nach Ende des Krieges 1945 werden Produktionsanlagen für den Opel Kadett demontiert, nach Russland als Reparationsleistung verbracht und dort für den Bau des Modells  Moskwitsch 400 verwendet.

Zum ersten Mal seit 1899 werden bei Opel im Jahre 1945 keine PKW’s mehr produziert, sondern nur ca. 1.500 Fahrzeuge verschiedener Hersteller im Auftrag der Militärregierung der amerikanischen Besatzungszone repariert. Ab 1946 werden jetzt in Rüsselsheim LKW’s mit 1,5 Tonnen Nutzlast gebaut. Es gibt auch ein völlig neues Produkt: 1946 bis 1959 läuft die Herstellung von Kühlschränken des Typs „Frigidaire“. Langsam ging es bergauf. 1947 kommt der Opel Olympia wieder auf den Markt, 1948 folgt die Wiederaufnahme der Produktion des Opel Kapitän mit seinem bewährten Sechszylinder-Motor und 1950 ist der Wiederaufbau des Werkes in Rüsselsheim abgeschlossen.

Die 50er Jahre zeigen nun den deutlichen Einfluss des amerikanischen Mutterkonzerns: Das Design des neuen Opel Olympia Rekord mit Pontonkarosserie und „Haifischmaul“, des neu konstruierten Opel Kapitän und des Olympia Rekord I (ab 1957) ist – dem damaligen Zeitgeist folgend – sehr an amerikanische Straßenkreuzer angelehnt. 1953 erscheint übrigens der erste Opel Kombi, der Caravan.

In Bochum wird 1962 ein neues Werk eröffnet. Man baut dort wieder einen Typ mit dem Namen Kadett und Opel steigt in den 60er Jahren nach VW zum zweitgrößten Hersteller in Deutschland auf.

Jedes Jahr kommen neue Typen auf den Markt: 1963 – der Kadett Caravan, 1964 –die „großen“ Brüder des Kapitän, der Admiral und der Diplomat. Die großen Drei (KAD) runden bis 1977 als Spitzenmodelle die Typen-Palette nach oben ab. Am 09.07.1964 wird der fünfmillionste Opel ausgeliefert. Und da taucht 1968 auch ein pfiffiger Werbeslogan auf: „Nur Fliegen ist schöner!“. Bis heute ein geflügeltes Wort und Fahrer des Opel GT bestätigen das immer noch.

Ab Herbst 1970 sind der Mittelklassewagen Ascona und sein berühmtes Coupé, der Manta zu kaufen. „Manni“ lässt grüßen! Auch im Automobilsport mischt Opel wieder mit: Walter Röhrl und sein Beifahrer werden 1974 auf einem Ascona A Rallye-Europameister. Es gibt auch wieder ein Spitzenmodell. Als Nachfolger des 1977 eingestellten Diplomat erscheinen 1978 der elegante Viertürer Senator sowie und das auffällige Monza Coupé.

Waren die 60er und 70er Jahre der Höhepunkt des wirtschaftlichen Erfolgs von Opel, so erlitt man zum Ende der 80er Jahre wegen der durch den Golfkrieg verursachten Ölkrise, durch eine wenig innovative Modellpolitik und durch große Qualitätsprobleme, verursacht von einer rigorosen Sparpolitik, erhebliche Rückschläge und verlor immer mehr Marktanteile und damit an Bedeutung.

Doch das wäre dann die Firmengeschichte von Opel in der Neuzeit…

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