Ford Oldtimer

Daten Ford Motor Company

Rechtsform: Corporation

Gründung: 16. Juni 1903

Sitz: Dearborn, Michigan, Vereinigte Staaten

Webseite: https://www.ford.de

Im Jahr 1899 rief Henry Ford die Detroit Automobile Company ins Leben. Die Firma war jedoch nicht erfolgreich, sodass sie im Jahr 1901 reorganisiert und in Henry Ford Company umbenannt wurde. Nicht einmal ein Jahr später gab es Unstimmigkeiten zwischen den Verantwortlichen, sodass Ford die Henry Ford Company verließ. Im August 1902 übernahm Henry M. Leland das Steuer des Unternehmens und gab ihm schon bald den Namen Cadillac.

Die Ford Motor Company – Henry Fords >>zweiter Versuch<<

 

Henry Ford gründete am 16. Juni 1903 sein zweites Unternehmen – die Ford Motor Company. Zunächst arbeiteten zwei bis drei Männer daran, jeden Tag einige Autos herzustellen. Diese wurden schlicht nach dem Alphabet benannt.

Nach einigen Startschwierigkeiten – in den ersten zwei Jahren wurden etwa 1.700 A-, C- und AC-Modelle hergestellt – ließ Ford im Jahr 1904 die Fabrik Piquette Avenue Plant erbauen. Hier wurde ab 1908 das Ford Modell T, auch als Tin Lizzy bekannt, hergestellt.

Mit dem Modell T ging es bergauf. Das Unternehmen musste schon bald seinen Standort wechseln, um die vom Markt geforderte Anzahl an Autos herstellen zu können. Am neuen Standort namens Highland Park Ford Plant wurde die neue Technik der Fließbandproduktion optimiert. Das führte dazu, dass Ford die Wagen von nun an schneller und günstiger herstellen konnte. Die Montagezeit eines Autochassis betrug nur noch 1,5 Stunden. Zum Vergleich: Vor der Perfektionierung benötigte man für dieselbe Arbeit über zwölf Stunden.

1918 war jedes zweite Auto in den USA ein Ford Modell T. Bis zum Jahr 1927, in dem die Produktion des Tin Lizzy eingestellt wurde, verkaufte Ford über 15 Millionen Exemplare des Wagens. Dieser Rekord wurde erst im Jahr 1972 gebrochen und zwar vom berühmten VW Käfer.

 

Ford - „Günstige Autos für jeden Arbeiter“

Im Jahr 1919 übernahm Edsel, der Sohn von Henry Ford, die Spitze des Konzerns. Das hieß aber nicht, dass der >>alte Ford<< keinen Einfluss mehr auf das Management nehmen würde.

In den 1920er Jahren verlor das Unternehmen deutlich an Marktanteilen. Der Grund: Die Ford Motor Company hatte es sich zum Ziel erklärt, günstige Autos zu bauen, die sich jeder Arbeiter leisten könnte. Um dieses Ziel zu erreichen, verzichtete man auf jegliche Zusatzausstattung. Andere Firmen wie General Motors hatten allerdings bereits damit begonnen, ihre Modelle in verschiedenen Farben sowie mit luxuriöser Ausstattung anzubieten. Und damit sich die Leute die Wagen auch leisten konnten, hoben GM und Co. den Kreditrahmen ihrer Kunden an. Bei Ford war man hingegen der Meinung, dass Kredite der Wirtschaft schaden. Man musste sich schon bald einen Irrtum eingestehen und gab sich mit der Rolle des >>zweiten Siegers<< zufrieden.

 

Ford Thunderbird Cabrio 1961

Ford Thunderbird Cabrio, rot 1961

Ford T Runabout 1914

Ford T Runabout 1914

Ford Mustang Coupé 1967

Ford Mustang Coupé, blau, 1967

Weitere Meilensteine des Unternehmens

Um die Marktanteile wieder zu erhöhen, rief man im Jahr 1917 die Marke Fordson (Henry Ford and Son) ins Leben. Unter dieser Marke wurden Traktoren verkauft, welche ab dem Jahr 1964 ebenfalls unter dem Namen Ford produziert wurden.

Im Jahr 1991 verkaufte das Management die Landmaschinensparte, welche zwischenzeitlich große Konkurrenten wie New Holland und Versatile >>verschlungen<< hatte, an Fiat. Das italienische Unternehmen durfte seine Traktoren bis zum Jahr 2000 weiter unter dem Namen Ford vertreiben.

Anfang der 1940er eröffnete die Ford Motor Company eine Fabrik, in der man Bombenflugzeuge vom Typ B-24 Liberator herstellte. Bis zur Einstellung der Flugzeugproduktion im Jahr 1945 stellte man 8.600 Maschinen her.

Es folgten weitere Durchbrüche, wie die Gründung eines wissenschaftlichen Labors (1951), in welchem die supraleitende Quanteninterferenzeinheit namens SQUID erfunden wurde.

1955 wurde die Ford Motor Company zu einer Aktiengesellschaft. Schon bald entwickelte man Nutzfahrzeuge, die auf dem Ford T-Modell basierten. Die Fahrzeuge entwickelten sich zu eigenständigen Modellen weiter und reichten bis in die mittleren Nutzlastklassen.

Seit Ende der 1980er ist Ford nicht mehr im europäischen Lastwagensektor vertreten. Außerdem begrenzte man die Lkw-Produktpalette in den USA 1997 auf zwei Serien an kompakten Hauben-Lkw. Die Sparte der schweren Lkw wurde an Freightliner verkauft.

 

Die frühen 2000er – schwierige Zeiten für Ford

Im Jahr 1989 übernahm Ford die Marke Jaguar. 1999 folgte die Übernahme der Volvo-Markenrechte.

Ab 2000 machte sich die falsche Modellpolitik der Firma bemerkbar, sodass man eine schwere Krise auf dem heimischen Markt verzeichnete. Und zwar legte man den Fokus auf die renditenstarken Pickups (Ford F-Serie) und SUVs (Ford Explorer). Zeitgleich vernachlässigte man den Markt für kompakte Pkw. Die Folge: Ausländische Hersteller liefen Ford nach und nach den Rang ab.

Durch die steigenden Benzinpreise waren SUVs und Pickups sowie andere große Wagen bald nicht mehr so leicht absetzbar – aufgrund von anhaltenden Auslastungsproblemen in den Werken sah sich Ford einer Rabattschlacht mit Chrysler und General Motors ausgesetzt. Alan Mulally, amtierender Konzern-Chef von 2006 bis 2014, beschloss ein drastisches Sanierungsprogramm, das den Abbau von 44.000 Arbeitsplätzen und 11 Milliarden Dollar kostete. Darüber hinaus sollte ein neues Modellprogramm entwickelt und somit die Wende zu sparsameren Autos geschafft werden.

Im Jahr 2009 verkaufte die Ford Motor Company ihre Tochtergesellschaften Land Rover und Jaguar an den indischen Konzern Tata Motors. Ein Jahr zuvor wurde Ford in Sachen US-Absatzzahlen vom japanischen Autohersteller Toyota überholt.

Nach einer Umstrukturierung erzielte man im Jahr 2010 einen Überschuss von 2,1 Milliarden Dollar. Zudem steigerte Ford in diesem Jahr seinen USA-Marktanteil wieder und zwar um 2,7 Prozentpunkte.

Im Jahr 2011 gab das Unternehmen bekannt, ab 2012 wieder Dividenden ausschütten zu wollen. Hierdurch wollte man das Vertrauen von Investoren zurückgewinnen.

Am 31. August desselben Jahres stellte man nach 109 Jahren Unternehmensgeschichte den 350-millionsten Wagen her – einen roten Ford Focus.

 

Das deutsche Tochterunternehmen der Ford Motor Company

Im Jahr 1925 wurde in Berlin ein Tochterunternehmen, die Ford Motor Company Aktiengesellschaft, ins Leben gerufen. 1930 wurde der Unternehmenssitz nach Köln verlagert und 1939 wurde das Unternehmen in Ford-Werke-AG umbenannt. Im Jahr 2002 folgte ein Ausschluss von Minderheitsaktionären. Die Ford Deutschland Holding GmbH übernahm über 95 Prozent der Anteile, sodass die Rechtsform im Jahr 2004 in die Ford-Werke GmbH umgewandelt wurde.

 

Bildquelle:

  1. https://stock.adobe.com/de/stock-photo/ford-thunderbird-1956-all-logos-removed/104584825

Ford A 1931

Ford A 1931

Ford Taunus 12M 1965

Ford Taunus 12M 1965

Ford A Roadster Cabrio 1931

Ford A Roadster Cabrio 1931

Der Ford Modell A – 8 PS und 72 km/h Höchstgeschwindigkeit

Beim Modell A handelt es sich um das erste Auto der Ford Motor Company. Der Wagen wurde als zweisitziger Runabout sowie als viersitziger Tonneau gebaut. Ein Zweizylinder-Boxermotor dient dem Antrieb. Die Leistung beträgt 8 PS. Die Hinterräder werden von einem Dreigang-Planetengetriebe angetrieben. Die maximale Fahrgeschwindigkeit beträgt 72 km/h.

Um das Modell A in Serie zu bringen, investierte Henry Ford nahezu sein gesamtes Vermögen. Man sagt, dass er nur noch rund 220 Dollar besaß, als der erste Wagen dieses Typs verkauft wurde.

 

Der Ford Modell T – langlebig und äußerst reparaturfreundlich

Vom Ford Modell T existieren in den 2010ern noch rund ein Prozent aller gefertigten Exemplare. Seine Besitzer nennen ihn auch den T-Ford. Der Oldtimer zeichnet sich durch eine einfache Bedienung sowie durch eine enorme Reparaturfreundlichkeit aus. Das ist vor allem auf das Fehlen eines konventionellen Fahrzeuggetriebes samt Wählhebel und Kupplung zurückzuführen. Der Motor kommt vollkommen ohne Ölfilter und Kühlwasserpumpe aus. Es gibt auch keinen Ölmessstab und keine Kraftstoffpumpe. Durch seine simple Konstruktion ist das Modell T äußerst langlebig; nahezu alle Reparaturen können ohne Spezialwerkzeuge durchgeführt werden.

Aufgrund des einfachen Aufbaus, der hochwertigen Werkstoffe und der Serienproduktion mit gleichbleibender Qualität war das T-Modell zuverlässiger als sämtliche seinerzeit handwerklich produzierte Autos.

Das Modell A ab 1928 – direkter Nachfolger des Ford Modell T

Ab dem Jahr 1928 wurde ein weiteres Modell A produziert. Bei diesem handelt es sich um den direkten Nachfolger des T-Modells. Das Modell A war als Tourenwagen, als Roadster, als Coupé, als Cabriolet und als Limousine erhältlich. Seine in Schwarz gehaltenen Kotflügel sind das prägende Merkmal dieses Autotyps. Dem Antrieb dient ein 3,3 Liter Ottomotor. Die Leistung beträgt 40 PS und die Höchstgeschwindigkeit im Originalzustand beläuft sich auf 104 km/h.

Bei diesem Ford A Modell handelt es sich um das erste Auto, das nach heutigem Standard mit einem Gas-, einem Brems- und einem Kupplungspedal sowie mit einer Gangschaltung ausgestattet wurde.

Neben den bereits genannten Karosserieformen wurde das Modell auch als Taxi, als Towncar, als Station-Lastwagen und als viertüriger Fordor gefertigt. Das letzte Modell A ging 1931 vom Band. Als Nachfolger gilt der Ford Modell B.

Wissenswert: Ford handelte mit der russischen Firma GAZ einen Kooperationsvertrag für die Sowjetunion aus. Demzufolge wurde das Modell A hier nach 1931 weitergebaut.

 

Der Shelby Mustang GT – eine US-amerikanische Rennlegende

Beim Shelby Mustang GT handelt es sich um einen der bekanntesten und beliebtesten Klassiker von Ford. Der Wagen entspringt dem Rennsport. Er wurde vom Rennfahrer Caroll Shelby entworfen (1965). Hierdurch und dank seiner starken Power wurde der Wagen zu einer US-amerikanischen Legende.

Der Shelby GT wurde in drei Generationen hergestellt. Alle `65er sind weiß lackiert. Optional konnte man blaue Streifen wählen, die sich von der Spitze bis zum Heck zogen. Zudem gab es Türschwellerstreifen samt dem Schriftzug GT350. Der modifizierte K-code 289HP Windsor V8 Motor verfügt über besondere >>Cobra<<-Ventilabdeckungen und tri-Y Krümmer. Ein spezieller Ansaugkrümmer sowie ein Holley Vergaser maximieren die Leistung auf 306 PS (ursprünglich 271 PS).

Der `66er Shelby erschien in den Farben Weiß, Schwarz, Grün, Blau und Rot. Die >>Le-Mans-Streifen<< waren immer noch optional erhältlich. Der `66er verfügt über eine Automatik-Schaltung, spezielle Heckfenster und hintere Lufthutzen auf beiden Seiten. Ein umklappbarer Sitz gilt seit dieser Version als Standard.

Wissenswert: Caroll Shelby entwarf eine spezielle Serie von GT350ern und zwar ausschließlich zur Vermietung: die GT350H. Diese Serie ist äußerst selten und wird deshalb sehr gesucht. Insgesamt wurden 936 dieser Wagen hergestellt und zwar rund 800 Stück in Schwarz und jeweils 50 Stück in Weiß, Grün, Blau und Rot. Während die schwarzen Modelle goldene >>Le-Mans-Streifen<< über die Motorhaube, das Dach und das Heck haben, weisen die farbigen Wagen >>Shelby-Streifen<< an den Seiten auf. Dieses Design wurde von Shelby im Jahr 1987 wiederholt und zwar bei dem Shelby CSX-T.

Im Shelby Mustang GT350 Modell 1967 wurden die Heckleuchten des Ford Thunderbird sowie zwei Lufthutzen und ein Flip-up-Spoiler verbaut. Der `67er Shelby war das erste amerikanische Auto mit serienmäßig verbautem Überrollbügel.

Seit diesem Jahr war auch der GT500 erhältlich. Ein Bigblock V8 samt 428 cubic inch (7l) Hubraum dient dem Antrieb. Die Leistung beläuft sich auf 335 PS. Hierdurch ist eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 6,7 Sekunden möglich.

 

Die Ford Motor Company – der fünftgrößte Autohersteller der Welt

Heute hat die Ford Motor Company ihren Sitz in Dearborn, USA. Der Produzent ist nach Toyota, Volkswagen, GM und Hyundai der weltweit fünftgrößte Autohersteller. Im Jahr 2014 betrug der Umsatz 151,8 Milliarden US-Dollar.

48.000,00 EUR
Baujahr:
1930
Getriebeart:
Manuell
Leistung:
44 kW (60 PS)
Hubraum:
3.263 ccm
Lackierung:
Aluminium
Innenausstattung:
Leder
Innenraumfarbe:
Braun

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